Geschichte
Am 5. März 2011 gründete sich in Leipzig der christliche Initiativkreis „anders wachsen“. Von Anfang an dabei waren Christine Müller, Arbeitsstelle Eine Welt der EVLKS, Tobias Funke und Walter Lechner, beide Theologen in der EVLKS. Ziel der Gründung war die Durchführung einer kirchlichen Kampagne zum Thema „Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum“.
2011 konnte die Initiative mit einer großen Veranstaltung mit prominenten WachstumskritikerInnen auf das Thema aufmerksam machen und Persönlichkeiten aus Kirche und Politik als Unterstützerinnen gewinnen.
Mit einer Unterschriftensammlung wurden der Rat der EKD und die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gebeten sich des Themas „Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum“ anzunehmen, der falschen Vorstellung vom grenzenlosen Wirtschaftswachstum zu widersprechen, von den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein Ende des Zwangs zum Wirtschaftswachstum zu fordern und dazu eine breite Öffentlichkeitskampagne durchzuführen. Ein ähnlicher Antrag ging an die Synode der Ev. Luth. Landeskirche Sachsens.
Am Buß- und Bettag 21. November 2012 fand in der Thomaskirche, Leipzig ein sehr gut besuchter Thementag unter dem Motto „anders wachsen – Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum“ mit Initiativen aus Kirche und Gesellschaft statt. Die Unterschriftenliste wurde am 1.Advent 2012 dem stellvertretenden Ratsvorsitzenden, dem damaligen Landesbischof der EVLKS überreicht.
Die Mitglieder des Initiativkreises wurden von Beginn an zu Vorträgen, Workshops und Veranstaltungen bundesweit eingeladen, so dass die Idee aufkam, eine Bildungsstelle einzurichten.
Von 2016-2019 arbeitete „anders wachsen“ verstärkt im Bereich der Bildungsarbeit in Kooperation mit dem Ökumenischen Informationszentrum Dresden, ab 2019 bis 2025 schwerpunktmäßig an der Profilierung von Modellgemeinden in Dresden, die die Erkenntnisse von „anders wachsen“ in Gemeindearbeit und -aufbau umsetzten.