TUKAN Kleidertausch Umsonstprojekt
die Grundidee: Kleidung für Kinder und Jugendliche wird kostenfrei weitergegeben oder gespendet

Seit dem Herbst 2023 gibt es in der Johannstadt das Projekt TUKAN, bei dem Kleidung für Kinder und Jugendliche ( Größe 50-176 und XS-L), Bücher und Spielzeug kostenfrei weitergegeben werden können. Träger des Projektes ist der Stadteilverein. Ehrenamtliche nehmen das ganze Jahr über gut erhaltene Sachen entgegen, sortieren sie, lagern sie ein und geben sie bei öffentlichen Kleidertauschpartys weiter.
Die Kirchgemeinde Johannes-Kreuz-Lukas, der Johanneskindergarten und „anders wachsen“ kooperieren mit dem Umsonstprojekt, das vielen Familien ermöglicht unkompliziert zu klein gewordenes weiterzugeben, benötigte Kleidung zu erhalten, ohne Geld dafür ausgeben zu müssen. Auf diese Weise werden gleichzeitig Ressourcen geschont werden, denn vieles kann mehrfach genutzt werden.
Die Annahmestelle und das Lager der gespendeten Kleidungsstücke befindet sich im Keller des Trinitatishauses. Donnerstags in der Regel zwischen 9 und 12 Uhr werden Spenden entgegen genommen und gespendete Kleidungsstücke sortiert.
Kleidertauschparties finden jeweils im Frühjahr, im Sommer und im Herbst statt. Dafür bieten sich der Kellersaal in der Fiedlerstraße 2 und die Räume des Kindergartens wunderbar an. Der Spielplatz des Kindergartens steht derweil zum Spielen offen und wenn möglich, dann gibt es auch noch Kaffee und Kuchen.
Mehr Informationen zu den geplanten Tauschmärkten gibt es unter: www.johannstadt.de/stadtteilverein/tukan
Zusätzlich gibt es ab und an kleine Lagerstöbereien, die Tukan über Instagram bekannt gibt.



das läuft heute:
Das Projekt hat sich etabliert und läuft weiter.
das braucht es:
- eine Hand voll Menschen, die als Kernteam das Projekt koordinieren und sich um die Spendenannahme, die Finanzen, die Öffentlichkeitsarbeit, die Entsorgung, die Weitergabe von überschüssiger Kleidung an Hilfsprojekte, die Organisation der Tauschmärkte etc. kümmert
- viele Engagierte, die beim Sortieren der Kleidung und bei den Tauschmärkten helfen
- einen Lagerraum (dauerhaft) und einen Raum zum Sortieren der Spenden (je nach Bedarf)
- einen Veranstaltungsort für die Tauschmärkte
- viele Bananenkisten, Kleiderständer, Kleiderbügel, Beschriftungsmaterial etc.
das ist gut gelaufen:
Das Projekt wird von vielen Ehrenamtlichen, vor allem von Frauen in Elternzeit, aber auch berufstätigen Müttern, getragen. Wer sich beim Sortieren der Spenden mit einbringt, der hat auch zwischen den Märkten die Möglichkeit Wäsche für die eigenen Kinder mitzunehmen. Die Frauen bilden eine Gemeinschaft und unterstützen sich gegenseitig. Während des Sortierens wuseln die Kinder umher und spielen miteinander.
Das Projekt Tukan stellt eine Win-Win-Win-Situation da. Die Kirchgemeinde und der Kindergarten stellen Räume und Bierzeltgarnituren zur Verfügung. Sie ermöglichen so ein tolles nachhaltiges Projekt, was Strahlkraft über den Stadtteil hinaus entwickeln konnte, aber aus eigener Kraft nicht gestämmt werden könnte. Der Kindergarten kann auf seine Einrichtung und die freien Plätze aufmerksam machen. Er konnte eine ähnlich gelagerte Veranstaltung einstellen, die für die Erzieherinnen viel Zeitaufwand bedeutet hat. Die Ehrenamtlichen des TUKAN-Projektes kümmern sich um die inhaltliche Arbeit und freuen sich an der kostenfreien Raumnutzung. Die Projektkoordinatorin von „anders wachsen“ hat versucht zwischen den Akteuren zu vermitteln und hat das Projekt gegenüber dem Kirchenvorstand vertreten. Bei Tauschmärkten hat sie sich mit eingebracht.
das fordert heraus:
Das Kernteam von Tukan hatte bereits Erfahrung aus einem ähnlich gelagerten Team, wirkte als eingespieltes Team und hatte schnell seine eigene Arbeitsweise. Ein direktes Mitwirken in der Koordination des Projektes war weniger gewünscht.
Das Projekt steht und fällt mit der Person, die mit viel Zeit und Engagement die Spendenannahme und das Sortieren der Spenden koordiniert und in dem kleinen Lagerraum den Überblick behält. Hier wird inzwischen überlegt, inwiefern es möglich ist, für sie über Fördermittel eine Stelle einzurichten.
Bei den Tauschmärkten bringen Menschen fortlaufend neue Spenden mit, die schnell sortiert und wieder eingebracht werden. Am Ende eines Marktes sind meistens mehr Kleidungsstücke da, als vorher, da so viel Kleidung gespendet wird. Das hat zur Folge, dass Kleidung minderer Qualität entsorgt werden muss und Kleidung mittlerer Qualität an Hilfsprojekte weitergegeben werden kann. Hier gibt es mit dem Human Aid Collective e.V. ein Flüchtlingshilfswerk, das solche Spenden für Flüchtlingslager in Krisengebieten entgegen nimmt. Weitere sinnvolle Abnehmer für gebrauchte Kinder- und Jugendkleidung werden noch gesucht.
Aufgrund der Platzkapazität und der großen Fülle an überschüssiger Kleidung ist eine Ausweitung des Projekt auf Kleidung für Erwachsene nicht möglich.
Kooperationen:
Bei diesem Projekt kooperierten: der Stadtteilverein, der Kindergarten Johannes, die Kirchgemeinde Johannes-Kreuz-Lukas und das Human Aid Collective e.V.